INITIATIVE ZUR VERMEIDUNG VON KINDERARBEIT

Das Faltblatt, das seit 1996 über den VFI unentgeltlich angeboten wird, ist erhältlich in den Sprachen

  • englisch,
  • französisch,
  • spanisch,
  • portugiesisch und portugiesisch für Brasilien,
  • chinesisch
  • und deutsch.

Nachstehend Text der deutschen Fassung:

Ausbeuterische Kinderarbeit zu überwinden wird heute als wesentliche Aufgabe der internationalen Völkergemeinschaft angesehen. Das Bemühen um eine Überwindung sozialer Probleme auch in den Entwicklungsländern sollte gleichwohl von dem Bewusstsein um die besonderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen in ärmeren Staaten geleitet werden. So kann eine durchgreifende Verminderung von Kinderarbeit nur innerhalb eines auf Einkommens- und Produktivitätssteigerung gerichteten langfristigen Entwicklungsprozesses gelingen.

Auf diesem Weg müssen auch die Industrieländer durch Marktöffnung und weitere Förderung des Welthandels dazu beitragen, dass sich die Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern weiter verbessern. Eine solche liberale auf Marktöffnung setzende Handelspolitik der Industrieländer sollte verstärkt von entwicklungspolitischen Fördermaßnahmen insbesondere zur Stärkung des wirtschaftlichen Potenzials und zur Unterstützung des Bildungssektors in den Entwicklungsländern flankiert werden. Ein ethnischer Konsens, entsprechend den Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation auf Kinderarbeit zu verzichten, setzt die gesellschaftliche Anerkennung der diesbezüglichen Sozialnormen voraus.

Zur Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit im Warenursprung wollen der VFI und seine Mitgliedsfirmen beitragen, indem sie an Lieferanten und Zulieferer appellieren, die international und national geltenden Verpflichtungen und Verbotsbestimmungen einzuhalten

BEACHTUNG DER NORMEN ZUM SCHUTZ DER KINDER

Die Konvention Nr. 138 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 6. Juni 1973 verpflichtet die Unterzeichnerstaaten, ein Mindestalter für die Zulassung zur Beschäftigung oder Arbeit sicherzustellen. Dieses darf nicht unter dem Alter liegen, in dem die Schulpflicht endet, auf keinen Fall aber unter fünfzehn Jahren. Unterzeichnerstaaten, deren Wirtschaft und Bildungssystem wenig entwickelt sind, wird gestattet, zunächst ein Mindestbeschäftigungsalter von vierzehn Jahren festzusetzen, was im übrigen auch das weiterhin gültige Übereinkommen Nr. 5 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 29. Oktober 1919 für den Bereich der gewerblichen Arbeit zulässt. Die innerstaatliche Gesetzgebung kann darüber hinaus eine Beschäftigung mit leichten Arbeiten für Kinder im Alter von dreizehn bis fünfzehn Jahren zulassen. Dieses ist aber nur dann erlaubt, wenn die Arbeiten für die Gesundheit und Entwicklung der Kinder voraussichtlicht nicht schädlich sind. Außerdem dürfen diese Arbeiten nicht so beschaffen sein, dass sie den Schulbesuch der Kinder, ihre Teilnahme an den von den zuständigen Stellen genehmigten beruflichen Orientierungs- oder Ausbildungsprogrammen oder ihre Fähigkeit beeinträchtigen, dem Unterricht mit Nutzen zu folgen. Darüber hinaus gibt es in fast allen Ländern nationale Regelungen des Mindestalters für den Zugang zur Beschäftigung, die ebenfalls einzuhalten sind.

RÜCKGABEFORMULAR

Hiermit bestätigen wir ..... (Firmenname, Anschrift)
der Mitgliedsfirma des Verbandes der Fertigwarenimporteure e. V. ... (Name der Mitgliedsfirma)
den Empfang der Broschüre "VFI-Initiative zur Vermeidung von Kinderarbeit"
mit der Bitte um Rücksendung dieses ausgefüllten Formulars an die oben genannte VFI-Mitgliedsfirma oder direkt an den Verband der Fertigwarenimporteure e. V.